{"id":136,"date":"2016-05-13T06:18:48","date_gmt":"2016-05-13T06:18:48","guid":{"rendered":"https:\/\/custor-casteli.de\/?page_id=136"},"modified":"2023-01-16T21:25:48","modified_gmt":"2023-01-16T21:25:48","slug":"die-mongolen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.custor-casteli.de\/?page_id=136","title":{"rendered":"Die Mongolen im Mittelalter"},"content":{"rendered":"<p>Der Begriff \u201eMongolen\u201c bezeichnet die urspr\u00fcnglichen V\u00f6lker der Mongolei, eines Lands n\u00f6rdlich der heutigen Volksrepublik China auf der Hochebene. Trotz ihrer geringen Zahl (um 1200 ca. 200.000) spielten die Mongolen eine herausragende Rolle in der Weltgeschichte.<br \/>\nDie Heimat der <strong>Mongolen<\/strong> ist seit jeher die Steppenlandschaft Innerasiens. Sie waren \u00fcber viele Jahrhunderte Nomaden und es gibt bis heute Reste dieser nomadischen Kultur. Auf dem R\u00fccken ihrer Pferde eroberten mongolische Heere zun\u00e4chst die riesigen Weiten des \u00f6stlichen Eurasiens. Berittene Bogensch\u00fctzen waren die gef\u00fcrchtetste Waffe dieses Reitervolkes. In schnellen Kriegsz\u00fcgen st\u00fcrmten sie sp\u00e4ter auch gen Westen, nach Europa, und kamen dabei bis nach Schlesien und vor die Tore Wiens.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-135\" src=\"https:\/\/custor-casteli.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/mongolen.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"580\" srcset=\"https:\/\/www.custor-casteli.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/mongolen.jpg 900w, https:\/\/www.custor-casteli.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/mongolen-300x193.jpg 300w, https:\/\/www.custor-casteli.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/mongolen-768x495.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>Die Mongolen stiegen erst unter der F\u00fchrung Dschingis Khans (1155\/1162\u20131227) dauerhaft auf, dem 1190 wieder eine Vereinigung gelang und der bis 1204 auch die anderen Steppenv\u00f6lker unterwarf. Anders als Kabul Khan vor ihm gab er dem geeinten Reitervolk aber diesmal einen Staatsaufbau: In seinem Heer wurde \u2013 unabh\u00e4ngig von Sippen und Clans \u2013 jeder Krieger einem T\u00fcmen (Zehntausendschaft) zugeordnet; diese Politik wurde mit den sp\u00e4ter in das mongolische Heer eingegliederten Soldaten fortgesetzt, was wesentlich zur Schlagkraft und der Skalierbarkeit beitrug.<\/p>\n<p>Alle Mongolen waren nun Krieger. Vereinfacht dargestellt bildeten sie eine Hierarchie, die aus dem Adel, aus freien Kriegern und aus Unfreien bestand. Diese Struktur l\u00f6ste die Herrschaft der alten Stammesverb\u00e4nde und Sippen ab, die erbarmungslos zerst\u00f6rt wurde.<\/p>\n<p>Die neue Volksstruktur der Mongolen glich im Prinzip einem gegliederten Heer. Sie war g\u00e4nzlich auf den Gro\u00dfkhan, den Kaiser zugeschnitten und ausgerichtet. Das Mongolenheer war in Tausendschaften eingeteilt, jede Tausendschaft in zehn Hundertschaften gegliedert. Anf\u00fchrer waren nun nicht mehr wie in den Zeiten zuvor die Stammesh\u00e4uptlinge, sondern Offiziere, vom Herrscher ernannt, von ihm abh\u00e4ngig. Sie hatten unbedingten Gehorsam zu leisten und verlangten das auch von allen Angeh\u00f6rigen ihrer Einheiten.<\/p>\n<p>Aus hundert besonders bew\u00e4hrten Berufssoldaten wurde eine Art Generalstab gebildet, mit dem der Gro\u00dfkhan die Strategien seiner Feldz\u00fcge festlegte. Diese Art der milit\u00e4rischen Organisation ist auch heute noch in vielen Armeen der Welt gang und g\u00e4be.<\/p>\n<p>Dschingis Khan war nicht nur Feldherr, sondern auch ein herausragender Staatsmann. Er schuf in seinem Reich unter Einbeziehung persischer und chinesischer Einfl\u00fcsse eine straffe Verwaltung und \u00fcbte religi\u00f6se Toleranz.<\/p>\n<p>Er gab seinem Reich auch eine einheitliche Schrift und ein einheitliches Gesetz (Jassa). Zur Etablierung einer Zentralgewalt gr\u00fcndete er die neue Hauptstadt Karakorum. Seine Nachfolger bauten insbesondere noch ein Post- und Kommunikationssystem (\u00d6rt\u00f6\u00f6 und Pa\u00efza) auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Begriff \u201eMongolen\u201c bezeichnet die urspr\u00fcnglichen V\u00f6lker der Mongolei, eines Lands n\u00f6rdlich der heutigen Volksrepublik China auf der Hochebene. Trotz ihrer geringen Zahl (um 1200 ca. 200.000) spielten die Mongolen eine herausragende Rolle in der Weltgeschichte. Die Heimat der Mongolen ist seit jeher die Steppenlandschaft Innerasiens. 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