{"id":112,"date":"2016-05-13T06:18:48","date_gmt":"2016-05-13T06:18:48","guid":{"rendered":"https:\/\/custor-casteli.de\/?page_id=112"},"modified":"2023-01-17T07:03:41","modified_gmt":"2023-01-17T07:03:41","slug":"die-friesen-gewandung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.custor-casteli.de\/?page_id=112","title":{"rendered":"Die Gewandung der Friesen"},"content":{"rendered":"<hr \/>\n<p>Neben der g\u00e4ngigen Gewandung im Fr\u00fchmittelalter sind vor allem zwei friesische Kleidungsst\u00fccke erw\u00e4hnenswert:<\/p>\n<h3>Die Friesenkappe<\/h3>\n<p>Friesenkappen wurde in Leens, Oostrum und Rasquert (Niederlande) gefunden. Sie wurden auf das 8.\/9. Jahrhundert datiert. Charakteristisch ist hier der Windschild, der die Kappe fast modern wirken l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Die Kappen wurden aus feiner Wolle und, wie es bei friesischem Tuch \u00fcblich war, in Diamantk\u00f6perbindung gefertigt. Sie sind im <a title=\"\" href=\"http:\/\/www.groningermuseum.nl\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Groninger Museum<\/a> ausgestellt:<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-109\" src=\"https:\/\/custor-casteli.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/kappe_fund.png\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/www.custor-casteli.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/kappe_fund.png 900w, https:\/\/www.custor-casteli.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/kappe_fund-300x103.png 300w, https:\/\/www.custor-casteli.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/kappe_fund-768x264.png 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<h3>Der Friesenmantel<\/h3>\n<p>Der friesische Mantel zeichnete sich durch seine Farbenpracht und Wetterfestigkeit aus.<br \/>\nDie gefundenen Textilfragmente sind aus einer Wollart, die es heute nur noch beim sogen. Pommerschen Landschaf gibt. Diese Schafe kamen wahrscheinlich von der Nord- an die Ostsee.<br \/>\nAuf der Wurt Hessens bei WHV hat man eine &#8222;Schafwaschanlage&#8220; aus dem 12. Jh. ausgegraben. Die Wolle wurde VOR\u00a0der Schur gewaschen und gek\u00e4mmt. Die verarbeiteten Fasern sind daher sehr langfaserig und fetthaltig. Daher ist der Friesenmantel so wetterfest.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-110\" src=\"https:\/\/custor-casteli.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/mantel.png\" alt=\"\" width=\"241\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.custor-casteli.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/mantel.png 241w, https:\/\/www.custor-casteli.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/mantel-161x300.png 161w\" sizes=\"(max-width: 241px) 100vw, 241px\" \/><\/p>\n<p>Das Kloster Fulda z.B. bezog j\u00e4hrlich 700 bis 800 davon, um sie mit Gewinn weiterzuverkaufen.<\/p>\n<p>Um den Gewinn zu erh\u00f6hen, k\u00fcrzten friesische H\u00e4ndler wohl von Zeit zu Zeit den Mantel. \u00dcberliefert ist, dass Karl der Gro\u00dfe sich \u00fcber diese &#8222;modernen&#8220;, kurzen M\u00e4ntel abf\u00e4llig \u00e4u\u00dferte. So \u201cerstarrten ihm die Beine vor K\u00e4lte\u201d, wenn er austreten musste. Zu Pferde k\u00f6nne er sich nicht darin einwickeln und als Bettdecke sei ein solcher Mantel auch zu klein.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Dorestad-Schuh<\/h3>\n<p>Im fr\u00fchen Mittelalter trugen die Menschen im n\u00f6rdlichen und mittleren Europa in erster Linie Lederschuhe, welche in einer sogenannten wendegen\u00e4hten Machart gefertigt wurde. Das hei\u00dft, dass die Schuhe zun\u00e4chst auf Links gen\u00e4ht und im Anschluss daran dann gewendet wurden. Aus diesem Grunde wurden diese Schuhe landl\u00e4ufig auch als Wendeschuhe bezeichnet.<\/p>\n<p>Diese spezielle Form wurde in Dorestad, Friesland gefunden:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-111\" src=\"https:\/\/custor-casteli.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/schuh.png\" alt=\"\" width=\"303\" height=\"185\" srcset=\"https:\/\/www.custor-casteli.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/schuh.png 303w, https:\/\/www.custor-casteli.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/schuh-300x183.png 300w\" sizes=\"(max-width: 303px) 100vw, 303px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neben der g\u00e4ngigen Gewandung im Fr\u00fchmittelalter sind vor allem zwei friesische Kleidungsst\u00fccke erw\u00e4hnenswert: Die Friesenkappe Friesenkappen wurde in Leens, Oostrum und Rasquert (Niederlande) gefunden. Sie wurden auf das 8.\/9. Jahrhundert datiert. Charakteristisch ist hier der Windschild, der die Kappe fast modern wirken l\u00e4sst. 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